10 Gründe warum du nicht Jura studieren solltest

Grund 1: Druck

Mein Professor sagte uns am ersten Tag des Studiums, man solle sich die Person rechts und links neben einem gut einprägen, denn spätestens in ein paar Semestern, werden nur noch die Hälfte von uns hier sitzen. Nein, das ist kein Witz und nein das ist kein Zitat von Grey Anatomy- anything more to say?

Grund 2: Konkurrenz-Kampf- einsames Studium

Wie in Punkt eins schon erwähnt ist es ein Konkurrenz Kampf. Es fangen sehr viele Studenten an und nur wenige schaffen es bis zum zweiten Examen. Klar, es kann nicht jeder Anwalt, oder Richter werden, dennoch wird schon während des Studiums die Krallen ausgefahren und die Bücher bei Hausarbeiten versteckt, damit diese ja niemand sonst ausleihen kann. Das sollte einem wirklich vorher bewusst sein. Dennoch möchte ich hierbei noch sagen, dass es meine eigene Erfahrung war und es nicht an jeder Uni gleich sein wird, doch habe ich derartige Szenarien auch schon von anderen Studierenden in verschiedenen Städten gehört.

Grund 3: Marathon-Studium

Das Jurastudium ist nicht nur ein langes und zeitaufwändiges Studium, nein es ist auch ein Marathon-Studium.

Das Ziel ist es beim Examen immer noch alles auf dem Schirm zu haben. Natürlich sollte das in jedem Studium der Fall sein, doch gibt es in anderen Studiengängen oft Prüfungen, bei denen es reicht ein paar Wochen vorher mit dem Lernen zu beginnen. 

Grund 4: Langes Studium

Wie vermutlich den meisten von Euch bekannt ist, handelt es sich bei einem Jura Studium mit um eines der längsten. Bis zum ersten Examen sind es 9 Semester Regelstudienzeit (!), im Durchschnitt braucht ein Jurastudent aber mindestens 11 Semester dafür. Das heißt also, man braucht dafür schon fast 6 Jahre. Danach kommt man ins Referendariat, das bedeutet, man macht eine zweijährige Ausbildung bei Gericht, um im Anschluss daran das zweite Staatsexamen zu schreiben. Die Vorbereitung auf die jeweiligen Examina kann von Student zu Student im Durchschnitt von 1-3 Semester variieren. Wer ein wenig rechnen kann, kommt also schon auf ein paar gute Jahre. 

Grund 5: Man braucht dich nur wenn es brennt

Zunächst sollte man sich darüber im Klaren sein, was einem nach dem Studium im eigentlichen Beruf danach erwartet. Gerade als Anwalt wird man oft nur gebraucht, wenn es irgendwo ein Problem gibt, Menschen in einer unglücklichen Lage sind, oder es in manchen Fällen sogar schon zu spät ist. Wer sich dachte ich möchte Anwalt werden, um Menschen zu helfen, liegt in dieser Annahme schon richtig, nur ist das in der Realität nicht immer so super schön, wie der ein oder andere es sich vielleicht vorstellen mag! Übergriffe von Klienten auf Anwälte ist, wer ein wenig informiert ist weiß das, schon lange keine Seltenheit mehr. 

Grund 6: Hausarbeiten + Praktikum = Keine Ferien

Was viele Juraanfänger nicht wissen ist, dass sie schon bald keine richtigen Ferien mehr haben werden. Der Grund dafür sind Prüfungen, Hausarbeiten und Pflicht-Praktikas in der Ferienzeit. Daran führt kein Weg vorbei, denn es wird während des Semesters keine Möglichkeit geben, diese Aufgaben in dieser Zeit zu erledigen. 

Grund 7: „Unfaires“ Notensystem 

Wer vom Gymnasium kommt und gute Noten an der Tagesordnung waren, wird sich im Jurastudium auf etwas andere Ergebnisse einstellen können. Es gibt immerhin auch ein Punktesystem , diesmal aber allerdings von 0-18. Wer in Deutschland mit eines der besten Examina schreiben möchte, der ist ab 9 Punkten dabei. 14-18 Punkte sind nur in der Theorie möglich und wer sich im zweistelligen Bereich aufhalten möchte, braucht entweder Glück, oder spielt mit unfairen Mitteln. 9 = Prädikatsexamen = bis zu 140.000€ Einstiegsgehalt. Unter Studenten gilt auch oft die Regel 4-Gewinnt, denn ab vier Punkten hat man die Klausur bestanden. 

Grund 8: Großer Examensdruck – nur ein Versuch – lange Vorbereitungszeit

Wie auch schon der generelle Prüfungs- und Leistungsdruck in diesem Studium, so geht es auch bei den Examensprüfungen weiter. Grundsätzlich hat man für das Examen einen Freischuss, allerdings muss man dafür das Studium in Regelstudienzeit absolvieren, was theoretisch möglich wäre, wenn man nie durch eine Prüfung fällt. Anderenfalls bleibt einem nur noch ein Versuch

Grund 9: Zwischenprüfungen 

In jedem Studium gibt es ein paar Prüfungen, bei welchen selektiert wird. In den meisten Bachelor Studiengängen hat jeder Student für Prüfungen drei Versuche. Bei Zwischenprüfungen im Jurastudium hat jeder Student nur zwei Versuche, was den Prüfungsdruck erhöht und öfter zu frühzeitigen Exmatrikulationen führt.

Grund 10: Das Examen macht den Anwalt – Note zählt – zwei Examen

Das Examen. Alles oder Nichts. Die Durchfallquoten sind für viele nicht gerade beruhigend und somit erhöht sich im Umkehrschluss natürlich auch der Leistungsdruck, da nur diese Examensnote später wichtig sein wird, natürlich nicht nur, aber für die begehrten Stellen auf jeden Fall. Denn je besser das Examen, je besser sind die Einstellungsvoraussetzungen, ebenso die Bezahlung. Es sei noch erwähnt, dass ein Anwalt, oder Richter in Deutschland nur mit 2 Staatsexamina als Volljurist tätig sein darf, was zwei Examina auch notwendig macht. 

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